Autor
Tessa Stoppelenburg
Datum
16. Dezember 2025
Kategorie
Informativ
Die Retourenabwicklung gehört für viele Onlineshops zu den größten Herausforderungen im Tagesgeschäft. Im Schnitt wird fast jedes fünfte Produkt zurückgeschickt. Bei einigen Produktkategorien wie Kleidung beträgt die Retourenquote sogar zwischen 40 und 50 %. Aber im Jahr 2025 hat sich der Umgang mit Retouren gewandelt.
In diesem Blog blicken wir auf die Retouren-Trends des vergangenen Jahres zurück. Starte gut vorbereitet ins neue Jahr und verwandle deine Retourenabwicklung von einem lästigen Kostenfaktor in einen strategischen Vorteil gegenüber deiner Konkurrenz.
In diesem Blog erfährst du mehr über ...
1. Wie du deine Retourenabwicklung automatisierst
2. Nachhaltige und zirkuläre Retourenprozesse
3. Datengesteuerte Retourenoptimierung
4. Flexible Rückerstattungen für Retouren
5. Nahtlose Integrationen
6. Wie Retouren zu einer positiven Kundenerfahrung beitragen
Automatisierung ist auf dem Vormarsch.
Die Zeiten, in denen du jede Retoure manuell bearbeiten musstest, sind endgültig vorbei. Im Jahr 2025 drehte sich alles um intelligente Automatisierung, welche die lästige Arbeit übernimmt. Mit einer Retourenplattform kannst du bis zu 95 % deines Retourenprozesses automatisieren. So kann sich dein Team auf kompliziertere Kundenanfragen und andere wichtige Aufgaben konzentrieren.
Setze zum Beispiel benutzerdefinierte Retourenregeln ein, die automatisch darüber entscheiden, ob eine Retoure genehmigt oder ein kostenloses oder kostenpflichtiges Rücksendeetikett erstellt wird oder ob eine Gutschrift anstatt einer Rückerstattung in Frage kommt. Clevere Systeme können Muster erkennen und Retourendaten sammeln, sodass du vorhersagen kannst, welche Produkte am ehesten zurückgegeben werden. So kannst du proaktiv handeln und deine Retourenquote senken.
Das bedeutet konkret, dass du weniger Zeitaufwand für die Retourenverwaltung aufwenden musst, die Retourenabwicklung für deine Kundinnen und Kunden schneller wird und du erst noch Betriebskosten sparst: Eine Win-Win-Win-Situation.
Nachhaltigkeit ist der neue Standard.
Auch Nachhaltigkeit war im Jahr 2025 ein zentrales Thema. Verbraucherinnen und Verbraucher werden beim Online-Einkauf immer umweltbewusster. Das zeigt sich auch bei ihrem Retourenverhalten. Die Methode, bei der retournierte Produkte weggeworfen oder auf ineffizienten Wegen hin und her geschickt werden, passt nicht mehr zu der heutigen Erwartungshaltung der Kundinnen und Kunden.
Deshalb war im Jahr 2025 ein starker Fokus auf zirkuläre Rückgabeprozesse zu beobachten. Zum Beispiel:
- Intelligente Routenplanung, bei der die zurückgesandten Produkte direkt an das richtige Warenhaus oder den richtigen Reparaturservice geschickt werden, ohne dass das Paket mehrfach hin- und hergeschickt werden muss.
- Reparatur- und Refurbishment-Programme, die Produkten ein zweites Leben schenken.
- Transparenz über die Verarbeitung und das Handling von Retouren.
- Lokale Rückgabestellen für Retouren, zum Beispiel physische Geschäfte, wodurch die Transportwege reduziert werden.
Nicht nur die Umwelt profitiert von diesem nachhaltigen Ansatz, sondern auch dein Markenimage und so letztendlich dein Umsatz. Kundinnen und Kunden bevorzugen Online-Shops, die Verantwortung für den ganzen Lebenszyklus eines Produkts übernehmen. Zwei gute Beispiele für diese nachhaltige Retourenstrategie sind fonQ und Tiny Library.
Mit datenbasierter Optimierung zum Erfolg.
Retourendaten sind Gold wert. Wenn Unternehmen Retouren nicht länger als lästige Admin-Arbeit behandeln, können sie die Retourinformationen nutzen, um strukturelle Verbesserungen vorzunehmen.
Mit fortschrittlichen Analysen erhältst du Echtzeit-Einblicke in:
- Welche Produkte werden am häufigsten zurückgeschickt und warum?
- Gibt es Muster bei den Rückgabegründen, abhängig von Produktkategorie oder Jahreszeit?
- Geben deine Produktbeschreibungen und Fotos deine Produkte akkurat wieder?
- Welche Lieferanten oder Produktlinien sind problematisch?
Mit diesen Erkenntnissen kannst du proaktiv eingreifen und die Zahl deiner Retouren reduzieren. Vielleicht fällt eine bestimmte Kleidergröße anders aus als erwartet oder die Produktfotos sind nicht deutlich genug. Wenn du diese Punkte angehst, kannst du dir und deinen Kundinnen und Kunden Frustration und unnötige Kosten ersparen.
Flexible Rückerstattungsoptionen werden immer beliebter.
Die klassische Rückerstattung auf das Bankkonto ist längst nicht mehr die einzige Rückerstattungsoption. Tatsächlich zeigte sich im Jahr 2025 ein Trend zu alternativen Rückzahlungsmethoden, die sowohl für dich als Online-Unternehmer als auch für die Kundinnen und Kunden günstig sind.
So werden Gutscheine mit Einkaufsguthaben immer beliebter. Wenn Kundinnen und Kunden ihre Rückerstattung in Guthaben für deinen Webshop umwandeln, kannst du den gemachten Umsatz behalten. Automatisch generierte Rabattcodes sorgen dabei für einen nahtlosen Prozess. Tatsächlich schätzen viele Kundinnen und Kunden die zusätzliche Flexibilität und die Möglichkeit, sich mit einem Gutschein direkt ein Ersatzprodukt auswählen zu können.
Die Vorteile von Gutscheinen mit Einkaufsguthaben sind:
- Umsatz- und Kundenbindung bei einer Retoure
- Direkte Umtauschoptionen für eine andere Größe oder Farbe
- Schnellere Bearbeitung von Ladengutschriften im Vergleich zu einer herkömmlichen Rückerstattung
Allerdings erfordert die Implementierung von Gutscheinen ein intelligentes System, das verschiedene Retourszenarien bewältigen kann, ohne dass du manuell eingreifen musst.
Nahtlose Integration als Grundlage.
Ein isoliertes Retourensystem, das getrennt von deinen anderen Systemen funktioniert, ist längst nicht mehr praktikabel. Im Jahr 2025 mussten Plattformen reibungslos mit deinem CMS, deiner Lagerverwaltung, deinen Kundenservice-Tools und deinen Logistikpartnern zusammenarbeiten.
Über Integrationen werden alle Informationen laufend synchronisiert: Sobald eine Kundin oder ein Kunde eine Retoure anmeldet, wird der Lagerbestand aktualisiert, das Lager benachrichtigt und automatisch Benachrichtigungen über den Status der Rückerstattung verschickt. Und das alles, ohne manuelle Zwischenschritte.
Automatisierung ist für Webshops jeder Größe essenziell: Egal, ob du über ein dezidiertes Retourenteam verfügst, das den ganzen Tag mit verschiedenen Systemen arbeitet, oder alles eigenhändig abwickelst, mit cleveren Integrationen arbeitest du effizienter und kannst teure Fehler vermeiden.
Die Kundenerfahrung bleibt zentral.
Bei all der Technologie und Automatisierung darf man eines nicht vergessen: Retouren sind ein wichtiger Bestandteil der Kundenerfahrung. Ein frustrierender Rückgabeprozess kann dazu führen, dass Kundinnen und Kunden nicht mehr bei dir bestellen, während ein reibungsloser Prozess hingegen die Kundenbindung stärkt.
Im Jahr 2026 erwarten die Kundinnen und Kunden:
- Ein benutzerfreundliches Retourenportal, in dem sie ihre Retouren selbst verwalten können
- Klare Kommunikation über jeden Prozessschritt
- Schnelle Retourenabwicklung und Rückerstattung
- Transparenz bei den Kosten und Rücksendebedingungen
Stärke deine Markenidentität auch nach dem Kauf, indem du einen Retourenprozess in deinem Corporate Design anbietest und für ein professionelles Erscheinungsbild sorgst.
Starte stark ins Jahr 2026.
Die Retourenabwicklung ist nicht länger ein notwendiges Übel, das Zeit, Geld und Energie frisst. Wenn du die Trends aus dem Jahr 2025 aufgreifst und dich gut auf das neue Jahr vorbereitest, machst du die Retourenabwicklung zu einem zentralen Bestandteil deiner Betriebsstrategie. Mit Automatisierung sparst du wertvolle Zeit, mit einer nachhaltigen Retourenabwicklung verbesserst du dein Markenimage, mit Einsicht in deine Retourendaten triffst du klügere Entscheidungen und flexible Rückerstattungsoptionen sichern dir den Umsatz.
Die Online-Shops, die im Jahr 2026 erfolgreich sein werden, sind diejenigen, die verstehen, dass ein intelligenter Retourenprozess nicht nur Kosten spart, sondern auch für zufriedene Kundinnen und Kunden sorgt, die gerne wiederkommen.
Welche Schritte wirst du unternehmen, um deinen Retourenprozess im Jahr 2026 zu verbessern?
Häufig gestellte Fragen.
Wie wirken sich die Retouren auf den Gewinn und die Betriebskosten im Jahr 2026 aus?
Retouren werden sich 2026 direkt auf deinen Gewinn auswirken. Pro Retoure fallen zwischen 10 und 20 € für Logistik, Versand und Kundenservice an. Hinzu kommen entgangene Umsätze aufgrund von Rückerstattungen, Marketingkosten und Verzögerungen bei Wiederverkäufen. Wie stark diese Kosten deinen Gewinn belasten, ist natürlich von Shop zu Shop unterschiedlich.
Wie sorge ich für Skalierbarkeit beim Retourenprozess zu Spitzenzeiten wie im Januar?
Für Skalierbarkeit sind Automatisierung und Standardisierung unerlässlich. Automatisiere die Freigabe von Retouren, Rückerstattungen und Shop-Gutschriften und nutze Automations und Retourenregeln von Returnless, um auch die Kommunikation zu automatisieren. Reduziere manuelle Aufgaben, arbeite mit deutlichen Rücksendebedingungen und biete ein digitales Retourenformular an, mit dem Kundinnen und Kunden ihre Retouren selbstständig abwickeln können. Auf diese Weise kannst du mehr Retouren ohne zusätzliches Personal und Verzögerungen abwickeln.
Hier erfährst du mehr darüber, wie du in der Hochsaison Kosten sparen kannst.
Was ist der Unterschied zwischen Rückerstattung, Umtausch und Gutscheinen?
Bei einer Rückerstattung musst du den gemachten Umsatz wieder zurückerstatten.
Bei einem Umtausch behältst du zwar den gemachten Umsatz, aber der Prozess ist oft kompliziert und erfordert manuelle Prozessschritte.
Mit Coupons und Shop-Gutschriften stellst du den Kundinnen und Kunden einen Gutscheincode im Wert der zurückgegebenen Ware zur Verfügung. So behältst du den Umsatz, förderst Wiederholungskäufe und beschleunigst erst noch deine Retourenabwicklung.
Welche Integrationen sind für eine effiziente Retourenabwicklung wichtig?
Für einen effizienten Retourenflow ist die Integration mit deiner E-Commerce-Plattform (Shopify, Magento oder WooCommerce), deinem WMS, deinen Versandpartnern und allen Marktplätzen oder ERP-Systemen unerlässlich. So werden unter anderem die Retourendaten automatisch an dein Warenlager, den Kundenservice, die Finanzabteilung oder das Fulfillment weitergeleitet.
Welche Quick Wins gibt es für die Verbesserung der Retourenabwicklung?
Beginne mit deutlichen und transparenten Retourbedingungen und einem übersichtlichen Retourenformular, das zu deinem Branding passt. So kannst du häufig vorkommende Retourenfälle automatisieren, z. B. einfache Retouren mit kleineren Beträgen. Anschließend kannst du auch komplexe Retouren optimieren, wie defekte Produkte oder Umtauschaktionen. Um deinen Retourenprozess noch weiter zu verbessern, kannst du Umtauschaktionen und Gutscheine anbieten sowie deine Rückgabedaten analysieren.
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