EU-Vorschriften für Retouren 2026

Vorschriften

EU-Vorschriften für Retouren 2026

Tessa Stoppelenburg

 

Autor
Tessa Stoppelenburg

Datum
April 2026

Kategorie
Vorschriften

Mit der Einführung der neuen ESPR-Verordnung wird 2026 ein entscheidendes Jahr für Webshops. Um die Auswirkungen des Online-Handels auf die Umwelt zu reduzieren, hat die EU eine Reihe neuer Regelungen für den E-Commerce ausgearbeitet. Dazu gehören der digitale Produktpass, der Widerrufsbutton, das Recht auf Reparatur und die neue Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle. Diese Vorgaben betreffen ab 2026 sämtliche Prozesse im E-Commerce, inklusive Retourenprozess.

In unserem Blog erfährst du, wie du deinen Webshop auf die ESPR vorbereiten kannst und was die EU-Verordnung für den Retourenprozess bedeutet. Am Ende findest du zudem eine Checkliste, mit der du überprüfen kannst, ob dein Webshop die neuen ESPR-Richtlinien erfüllt.

Warum 2026 ein Wendepunkt für E-Commerce-Retouren ist.

Am 18. Juli 2024 hat die EU die Ecodesign for Sustainable Products Regulation, kurz ESPR, mit dem Ziel verabschiedet, den E-Commerce nachhaltiger zu gestalten. Die Verordnung ist Teil des umfassenderen Europäischen Grünen Deals und des Aktionsplans für die Kreislaufwirtschaft, mit denen sich die EU für Nachhaltigkeit, eine Kreislaufwirtschaft und den Verbraucherschutz einsetzt. Das ist dringend nötig, denn der E-Commerce belastet die Umwelt erheblich. In unserem Bericht „The State of Returns 2026“ erfährst du, dass im Jahr 2025 Waren im Wert von rund 53,5 Milliarden Euro weggeworfen wurden.

Die ESPR-Verordnung tritt 2026 in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt müssen alle Produkte, die in der EU verkauft werden, die festgelegten Anforderungen erfüllen. Die Nichteinhaltung kann zu Verwarnungen und letztendlich zu einem Verkaufsverbot auf dem EU-Markt führen. Neben den organisatorischen Hürden bietet die neue Verordnung jedoch auch einige Vorteile für Online-Shops: So beeinflusst ein aktiver Beitrag zu einer nachhaltigeren Umwelt immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher bei ihrer Kaufentscheidung. Zudem ist sie ein guter Anlass, den Retourenprozess einmal kritisch unter die Lupe zu nehmen und nach Möglichkeiten zu suchen, Retouren proaktiv zu verhindern, was sich wiederum positiv auf deinen Umsatz auswirkt.

 

Auswirkungen der ESPR-Verordnung auf den Retourenprozess.

Die ESPR ermutigt Unternehmen dazu, sowohl ihre Prozesse als auch ihre Produkte nachhaltiger auszurichten. Dazu zählt auch, Retouren umweltfreundlicher zu gestalten und gezielt Maßnahmen zu ergreifen, um weniger Retouren zu verursachen. Detaillierte Retourdaten werden dabei immer wichtiger: Wenn du analysierst, warum Produkte zurückgeschickt werden, kannst du ähnliche Retouren in Zukunft vermeiden, indem du zum Beispiel deutlichere Produktbeschreibungen hinzufügst oder Produkte ganz aus dem Sortiment nimmst. Auch der digitale Produktpass bietet Verbraucherinnen und Verbrauchern mehr Transparenz über Produkte, was insgesamt zu weniger Fehlkäufen und damit auch zu weniger Rücksendungen führt.

 

Übersicht: Diese 4 Regelungen beeinflussen deinen Retourenprozess.

 

Verordnung

 

Eingangsdatum

 

Gilt für

Digitaler Produktpass Digitaler Produktpass
Schrittweise ab 2026

Je nach Produktkategorie. Letztendlich alle EU-Onlineshops.
Widerrufsbutton 19. Juni 2026 Alle EU-Onlineshops 
Right to Repair 31. Juli 2026 Haushaltsgeräte und Elektronik, die nach dem Startdatum bestellt wurden.

PPWR

 

12. August 2026 Alle EU-Onlineshops

 

Digitaler Produktpass: transparenter Produktlebenszyklus

Der digitale Produktpass wird ab 2026 schrittweise für jede Produktkategorie eingeführt. Er enthält alle Informationen zur Herstellung und Verarbeitung eines Produkts und letztendlich müssen alle Produkte, die auf dem EU-Markt verkauft werden, über einen Produktpass verfügen.


Was ist der digitale Produktpass?

Der Digitaler Produktpass, oder kurz DPP, enthält alle relevanten Informationen zum Lebenszyklus und zur Nachhaltigkeit eines Produkts. Über einen QR-Code, der mit der GTIN (eindeutige Kennung für jedes Produkt) verknüpft ist, können Verbraucherinnen und Verbraucher alle technischen Merkmale und produktspezifischen Daten eines Produktes einsehen. Der DPP enthält Informationen über die Zusammensetzung des Produkts, woher es kommt und wie es verwendet, entsorgt, wiederverwendet und recycelt werden kann.

Beispiel: Schau dir das Beispiel unseres Kunden Studio Anneloes an, das mithilfe eines QR-Codes powered by GS1 bereits einen digitalen Produktpass für seine Kleidungsstücke erstellt hat.


Auswirkungen auf den Retourenprozess

Der DPP zielt auf einen transparenteren Produktlebenszyklus für alle Produkte auf dem EU-Markt ab. Dadurch wird es schwieriger, zum Beispiel falsche Produkte zurückzuschicken und das Rückgaberecht zu missbrauchen. Gute Nachrichten also für Online-Shops, die mit dem zunehmenden Retourenbetrug zu kämpfen haben. Der digitale Produktpass enthält zudem detaillierte Informationen über das Produkt und alle Komponenten, wodurch die Gefahr von Fehlkäufen verringert wird und Reparaturmöglichkeiten für die Konsumentinnen und Konsumenten sofort ersichtlich sind. So kannst du mehr Retouren mit einer Reparatur oder einem Refurbishing abwickeln, was wiederum deinen Umsatzzielen zugutekommt.


Zeitplan

Die ersten verbindlichen Anforderungen im Rahmen der ESPR-Verordnung gelten bereits ab Februar 2025 für Batterien, in Übereinstimmung mit der EU-Batterieverordnung. Andere Produktkategorien wie Textilien, elektronische Geräte, Möbel und Baumaterialien werden in den darauffolgenden Jahren bis 2030 schrittweise folgen. Da die EU die Richtlinien schrittweise ausrollt, gibt es noch keinen endgültigen Zeitplan. Hier findest du eine voraussichtliche Roadmap:

Zeitplan für Digitalen Produktpass

 

Widerrufsbutton: Bestellungen genauso einfach stornieren wie aufgeben.

Webshops müssen ab 2026 auf ihrer Website eine sichtbare und leicht zugängliche Widerrufsfunktion platzieren, die es den Verbraucherinnen und Verbrauchern ermöglicht, ihre Bestellung nach dem Aufgeben der Bestellung einfach zu widerrufen. Das Ziel ist es, den Widerruf so einfach zu gestalten wie die Bestellung selbst, ohne Umwege über den Kundenservice, Chat oder andere Hindernisse. Diese Widerrufsfunktion muss neben der Webseite auch über die Auftragsbestätigung (E-Mail) und während der gesamten 14-tägigen Widerrufsfrist zugänglich sein.

Gut zu wissen: Am Widerrufsrecht selbst ändert sich nichts. Außerdem ist es nach wie vor wichtig, die Rückgabefrist auf der Website korrekt anzugeben, sonst verlängert sich das Widerrufsrecht automatisch um 12 Monate.

Möchtest du mehr über den Widerrufsbutton erfahren und wissen, wie du dich optimal darauf vorbereiten kannst? Lies es in unserem Blog: Der Widerrufsbutton erklärt: Was EU-Webshops vor dem 19. Juni 2026 wissen müssen.

Bereite deinen Online-Shop vor: Widerrufsbutton-Checkliste

Möchtest du mit der Umsetzung der ESPR-Vorschriften für E-Commerce und den Retouren-Regeln für 2026 starten? Lade unsere Widerrufsbutton-Checkliste herunter und prüfe einfach, ob du die neuen Vorschriften erfüllst.

CHECKLISTE HERUNTERLADEN

 

Right to Repair: Verlängerung der Produktlebensdauer durch Reparaturen.

Am 22. März 2023 hat die Europäische Kommission einen Vorschlag für die Richtlinie über das Recht auf Reparatur verabschiedet. Am 31. Juli 2026 tritt diese Verordnung für Haushaltsgeräte und Elektronik in Kraft. Das Ziel ist es, Produkte länger in Gebrauch zu halten, indem Reparaturen gefördert und so die Lebensdauer von ressourcenintensiven Produkten verlängert wird.


Was bedeutet „Right to Repair“?

In der heutigen Konsumgesellschaft neigen Verbraucherinnen und Verbraucher dazu, schnell ein neues Produkt zu kaufen, wenn etwas kaputt geht. Das Recht auf Reparatur soll dem entgegenwirken und die Lebensdauer von Konsumgütern verlängern, indem sowohl innerhalb als auch außerhalb der gesetzlichen Garantie mehr Produkte repariert und wiederverwendet werden. Die Reparatur wird als sinnvolle Alternative zur Rückerstattung und/oder zum Ersatz eines zurückgesandten Produkts angeregt.

Die Regelung sieht vor, dass Hersteller von Haushaltsgeräten und Elektronik wie Kühlschränken und Smartphones ab dem 31. Juli 2026 das Recht auf Reparatur einhalten müssen. Das bedeutet konkret:

  • Produkte müssen innerhalb einer angemessenen Frist und zu einem angemessenen Preis repariert werden, wenn die Reparatur genauso teuer oder günstiger ist als ein Austausch.
  • Hersteller dürfen das Recht auf Reparatur nicht durch Vertragsklauseln umgehen und müssen Verbraucherinnen und Verbraucher transparent über Reparaturmöglichkeiten und die damit verbundenen Kosten informieren. Außerdem muss es möglich sein, Produkte von einem anderen Reparaturdienst reparieren zu lassen, ohne dass dies Auswirkungen auf die Reparaturpflicht des Herstellers hat.
  • Ist eine Reparatur nicht möglich? Dann darf auch ein refurbished Produkt als Ersatz angeboten werden.
  • Nach einer Reparatur innerhalb der ersten zwei Jahre nach dem Kauf verlängert sich die gesetzliche Garantiefrist um weitere 12 Monate.

Um das Recht auf Reparatur einzuhalten, müssen Online-Shops stets ausreichend Ersatzteile und Werkzeuge bereithalten, um Produkte reparieren zu können. Zudem müssen die Informationen auf der Website sowie der Retourenprozess entsprechend angepasst werden. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen über das Recht auf Reparatur oder Ersatz und die geltenden Garantiezeiten informiert werden.


Was bedeutet das Right to Repair für den Retourenprozess?

Die Verordnung zum Recht auf Reparatur erfordert eine intelligente Integration der Reparaturen in die betrieblichen Abläufe. Am einfachsten ist es, Reparaturen direkt in den Retourenprozess mit einzubeziehen, zum Beispiel mithilfe des Retourengrunds „defekt“ im Retourenformular. So können die Kundinnen und Kunden bei der Anmeldung einer Retoure ganz einfach die Option „Reparatur“ wählen und die Produkte direkt an die richtige Reparaturadresse versenden. Auch können zurückgegebene Produkte leichter weiterverkauft werden und kannst du einfacher einen Refurbishingprozess einrichten und zum Beispiel Second-Chance-Produkte auf deiner Website anbieten.

Kurzum: Mit einem intelligenten Ansatz für den Umgang mit Retouren bietet das Right to Repair hervorragende Möglichkeiten, Retouren insgesamt zu reduzieren und Kosten zu sparen.

 

Verpackungsverordnung: Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR).

Am 27. Februar 2023 verabschiedete die Europäische Kommission einen Vorschlag für eine neue Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle, die Packaging and Packaging Waste Regulation, kurz PPWR. Am 12. August 2026 tritt diese Regelung für alle EU-Onlineshops in Kraft. Ziel ist es, den Einsatz von Verpackungsmaterial deutlich zu reduzieren, das Recycling zu verbessern und die Vernichtung unverkaufter Verbraucherprodukte zu verbieten.


Was ist die Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR)?

Wer kennt es nicht: Du bestellst ein Produkt und am nächsten Tag steht ein riesiger Karton vor deiner Tür. Zu deiner Überraschung stellst du nach dem Öffnen fest, dass 90 % des Inhalts aus Verpackungsmaterial bestehen. Genau dieses Szenario soll die PPWR verhindern. Ab 2030 darf der leere Raum in einem Paket nicht mehr als 50 % betragen. Auch doppelte Wände und Böden sowie unnötige Verpackungsschichten sind nicht mehr erlaubt, ebenso wie die Vernichtung von unverkaufter und retournierter Ware.

Verpackungen müssen laut PPWR zudem vollständig recycelbar sein und bestimmte Designkriterien für das Recycling erfüllen. Non-Food-Verpackungen, die unter anderem für den Versand von E-Commerce-Bestellungen verwendet werden, müssen bis 2030 zu mindestens 40 % und bis 2040 zu 70 % aus wiederverwendbarem Material bestehen. Mit diesen Maßnahmen möchte die EU die Auswirkungen von Verpackungsmaterialien reduzieren und dem Ziel des Green Deals näherkommen, bis 2050 vollständig klimaneutral zu sein.


Was gilt als überflüssige Verpackung?

Die PPWR unterscheidet unter anderem zwischen Mehrwegverpackungen und Verpackungen, die für den Versand von E-Commerce-Bestellungen verwendet werden. Für Letztere gilt:

  • Verpackungen dürfen gemäß der PPWR keinen unnötigen Leerraum enthalten, der über die zulässige Grenze hinausgeht. Kartons dürfen also nicht viel größer sein als das Produkt selbst.
  • Füllmaterial ist nicht erlaubt, wenn es das Ergebnis einer zu großen Verpackung ist.
  • Unnötige Lagen, die keine offensichtliche Funktion haben, sowie doppelte Böden und doppelte Wände sind nicht erlaubt. Diese werden zum Beispiel oft als Marketingtricks in Branchen wie der Kosmetikindustrie eingesetzt, um die Verpackung größer erscheinen zu lassen als den tatsächlichen Inhalt.

Zeitplan

Ab dem 12. August 2026 wird die PPWR schrittweise eingeführt. Hier sind die wichtigsten Eckpfeiler:

2026: Webshops müssen die neue allgemeine Verpackungsverordnung einhalten und ihr Verpackungsmaterial optimieren.

2027: Hersteller müssen für jede Verpackungskategorie eine UPV-Erklärung (erweiterte Herstellerverantwortung) einreichen.

2028: Ein einheitliches Etikett mit Angaben zur Materialzusammensetzung wird verpflichtend. Außerdem werden die harmonisierten Verpackungsstandards veröffentlicht.

2029: Universelle Etiketten für wiederverwendbare und nachfüllbare Verpackungen sind obligatorisch.

2030: Non-Food-Verpackungen für Transport und Lieferung müssen bis 2030 zu mindestens 40 % aus wiederverwendbarem Material bestehen, bis 2040 zu 70 %. Eine Ausnahme gilt für gebündelte Mehrwegverpackungen sowie Verpackungen von alkoholhaltigen und alkoholfreien Getränken. Verpackungen müssen außerdem vollständig recycelbar sein und die Designkriterien für Recycling erfüllen. Es dürfen nur noch Verpackungen der Recyclingklassen A, B oder C auf den Markt gebracht werden.

 

Wie du mit Returnless die ESPR-Verordnung einhältst.

Wenn du im E-Commerce tätig bist, musst du dich im Jahr 2026 mit der ESPR-Verordnung auseinandersetzen. Eine Nichteinhaltung kann zu Bußgeldern und Sanktionen führen, und im schlimmsten Fall darfst du deine Produkte nicht mehr in der EU verkaufen. Zum Glück muss die Umsetzung der neuen Regeln nicht kompliziert sein und bringt die ESPR-Verordnung auch einige Vorteile für Online-Shops. Wenn es um den Retourenprozess geht, kannst du die ESPR-Standards mit Returnless in kürzester Zeit einhalten:

  • Im digitalen Retourenformular von Returnless werden Bestelldaten automatisch abgerufen und das Retourenformular wird damit vorausgefüllt. Der Rücksendeantrag ist dadurch mit wenigen Klicks erledigt und steht im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen zur Widerrufsfunktion.
  • Füge an mehreren Stellen auf deiner Website den obligatorischen Widerrufsbutton mit einem Link zum Retourenformular hinzu. So kann die Bestellung jederzeit widerrufen werden.
  • Integriere Reparatur-Workflows ganz einfach in deinen Retourenprozess. So kannst du Reparaturen und Garantiefälle ebenfalls über die Returnless-Retourenformulare anmelden lassen und sie an die richtige Reparaturadresse weiterleiten und abwickeln.
  • Mit Returnless hast du außerdem die Flexibilität, mehrere Rückgabemöglichkeiten anzubieten. Kundinnen und Kunden können bei einer Retoure zum Beispiel zwischen einer Rückerstattung, einem Umtausch, einer Reparatur oder einer Ladengutschrift wählen.

 

FAQ.

Gelten diese Verordnungen auch, wenn ich nur innerhalb Deutschlands verkaufe?

Ja, wenn dein Online-Shop in der EU tätig ist, gelten diese Verordnungen unabhängig davon, ob du nur lokal verkaufst. Die Verordnungen sind Teil der EU-Gesetzgebung und gelten für alle Mitgliedstaaten. Egal, ob du nur in Deutschland oder in mehreren EU-Ländern verkaufst, du bist gesetzlich dazu verpflichtet, diese Anforderungen zu erfüllen.




Was passiert, wenn ich die ESPR-Richtlinien nicht vor Ablauf der gesetzten Deadline erfülle?

Die Nichteinhaltung der Verordnung kann zu Geldbußen, Verwarnungen durch die Aufsichtsbehörden und rechtlichen Problemen führen. Außerdem kann es deinem Unternehmensruf schaden, da Kundinnen und Kunden Transparenz und Nachhaltigkeit erwarten. Die Höhe der Bußgelder variiert je nach Verordnungen und Land, kann aber beträchtlich sein. Deshalb ist es ratsam, rechtzeitig mit der Umsetzung zu beginnen.

Muss ich alle Verordnungen einhalten?

Das hängt davon ab, welche Produkte du verkaufst. Der Widerrufsbutton und die Verpackungsverordnung gelten für alle EU-Webshops. Auch der digitale Produktpass wird nach und nach für alle Produktkategorien ausgerollt. Das Recht auf Reparatur hingegen gilt nur für bestimmte Produktkategorien. Schau dir im Artikel an, welche Kategorien betroffen sind, und finde heraus, was für deinen Webshop relevant ist.




 

Wer ist für die Erstellung des digitalen Produktpasses verantwortlich?

Für die Erstellung des DPP ist in erster Linie der Hersteller oder Importeur verantwortlich. Als Webshop musst du den Verbraucherinnen und Verbrauchern alle Informationen zur Verfügung stellen, zum Beispiel über einen QR-Code auf dem Produkt oder der Produktseite. Arbeite mit deinen Lieferanten zusammen, um sicherzugehen, dass du vollständige DPP-Daten erhältst.




Muss ich Kundinnen und Kunden selbst Reparaturdienstleistungen anbieten?

Du musst deine Kundinnen und Kunden über Reparaturmöglichkeiten informieren und diese zu einem angemessenen Preis anbieten. Allerdings brauchst du die Reparaturen nicht unbedingt selbst durchzuführen. Du kannst mit externen Reparaturdienstleistern zusammenarbeiten oder Kundinnen und Kunden an zertifizierte Reparaturbetriebe weiterleiten. Die European Repair Platform (noch in Entwicklung) wird diesen Prozess vereinfachen.

 

Gilt die Garantieverlängerung um 12 Monate auch für Produkte, deren Garantiezeit bereits abgelaufen ist?

Nein, die 12-monatige Garantieverlängerung gilt nur, wenn Kundinnen und Kunden während der normalen gesetzlichen Garantiefrist von 2 Jahren eine Reparatur in Anspruch nehmen. Wenn ein Produkt nicht mehr unter die Garantie fällt, gilt diese automatische Verlängerung nicht. Allerdings musst du trotzdem eine Reparaturmöglichkeit zu angemessenen Kosten anbieten.

Darf ich in meinen Paketen weiterhin Füllmaterial verwenden?

Füllmaterial ist erlaubt, solange es zweckmäßig ist und keinen unnötigen Leerraum verursacht. Das Verbot zielt auf übertriebene Verpackungen ab, wie doppelte Wände, doppelte Böden und Kartons, die viel zu groß sind für das Produkt. Wenn deine Verpackung wiederverwendbar ist (zum Beispiel bei Retouren), gelten weniger strenge Regeln.




Was ist mit Retourverpackungen?

Für Retourverpackungen, die speziell für die Wiederverwendung konzipiert sind, sind die Regeln flexibler. Darunter fallen zum Beispiel Retour-Taschen oder wiederverwendbare Boxen, die Kundinnen und Kunden für die Rückgabe von Produkten verwenden können. So wird eine nachhaltige Rückführungslogistik gefördert.

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